Thulendorf, evangelische Dorfkirche

Carl Börger, 1903

I/AP/5

 

 

 

Standort: Westempore

 

Spieltisch seitlich rechts. Zwei Windladen (C- und Cis-Seite). Darunter ein horizontaler Wellenrahmen, darunter der Magazinbalg. Die Prospektpfeifen sind stumm.

 

Beschriftung der C-Pfeife der Octave 4‘ auf dem Oberlabium: Octave (mit Stift), darüber graviert: „Bremerhafen“. Das betont fein ausgearbeitete Gehäuse könnte darauf schließen lassen, dass die Orgel für einen anderen Raum als die Thulendorfer Kirche geplant war.

 

Es ist die letzte vollständig mechanisch gebaute Schleifladenorgel auf dem Gebiet Mecklenburgs. Wie an anderen Börger-Orgeln auch sind an ihr Ähnlichkeiten zur Bauweise Friedrich Wilhelm Winzers, Lehrmeister von Carl Börger, zu erkennen.

 

Die Orgel ist nicht spielbar (2015). 1989 wurden die Pfeifen des Gedackt 8‘ in die Orgel nach Rostocker Wulfshagen gebracht.

 

Manual / C-f3, mechanische Schleifladen

Geigenprincipal 8‘ C-Ds Holz gedeckt, E-H Holz offen, ab c0 Metall (Maschinenlabien)

Lieblich Gedackt 8‘ (siehe Rostocker Wulfshagen)

Vox celeste 8‘ C-H aus Flöte 8‘, ab c0 (Maschinenlabien)

Flöte 8‘ C-H Holz gedeckt, ab c0 Holz offen

Octave 4‘ Metall

 

Angehangenes Pedal / C-d1

 

Calcant