Roggenstorf, evangelische Dorfkirche

Friedrich Friese (III), 1869

I/P/6

 

 

 

 

Orgel in Roggenstorf

 

Beschreibung: Linksseitiger Spieltisch mit schwarzen Kunststoffbelegten Manualuntertasten und Pedalklaviatur von 1968. Die originalen Registerzüge mit ursprünglichen Registerschildern sind erhalten geblieben. Zusätzlich zwei Züge für die Erweiterungen „Pedalkoppel“ und „Subbass“.

Seit dem Umbau 1968 ist der letzte (hintere) Pfeifenstock leer. Neu hinzugekommen sind hinter dem ursprünglichen rückseitigen Abschluss die Pfeifen für Subbass 16’. Durch den Umbau 1968 haben die spieltechnische Ästhetik und die Qualität der Klanggestalt stark gelitten. Die helle Farbfassung des Prospektes ist nicht ursprünglich.

 

Baugeschichte: 1917 Abgabe der Prospektpfeifen. Zu unbekanntem Zeitpunkt Neubau der Prospektpfeifen in Zink. 1968 technischer und klanglicher Umbau durch Wolfgang Nußbücker (Plau). Die Pfeifen von vier der sechs Friese-Register sind zum großen Teil erhalten. Die Quinte 1 1/3’ beinhaltet historisches Pfeifenmaterial. Hinzufügung des eigenständigen Pedalregisters Subbass 16‘ unter Verwendung älterer Pfeifen unbekannter Herkunft, dafür Erweiterung des Gehäuses nach hinten. Erschwerter Zugang zum Orgelinneren. Primitiver Bau einer Kanzellenlade hinter der Pedalklaviatur und Rohrkondukten zu jeder Pedalpfeife. Bau neuer Klaviaturen und neue Mechanik für das Pedal, veränderte Mechanik für das Manual. 1994 Reparatur durch Michael Becker (Kupfermühle) und 2010 Reparatur durch Andreas Arnold (Plau).

 

Manual / C-f3, mechanische Schleiflade

Gedact 8’ Friese

Oktave 4’ C-d1 Prospekt (Zink), ab ds1 (innen) Friese

Flöte 4’ Friese

Principal 2’ Friese

Quinte 1 1/3’

(freier Stock)

 

Pedal / C-d1

Subbass 16’

 

Pedalkoppel

 

Originale Disposition:

Manual / C-f3, mechanische Schleiflade

Principal 8’

Gedact 8’

Flöte 8’

Viola di Gamba 8’ ab c1

Octave 4’

Octave 2’

 

Pedal / C-c1, fest angehangen