Finkenthal, evangelische Dorfkirche

Ludwig Cordes, Altkalen, 1831

I/-/6

 

 

 

Standort: Westempore

 

Beschreibung: Flacher dreigliedriger Prospekt in klassizistischen Formen mit flachem Anschluss an die Raumdecke. Spieltisch zentral, zu beiden Seiten je drei Manubrien. Diese aus Kirschholz gedrechselt mit eingelassenen Papierschildern. Die Manualklaviatur mit schwarzen Untertasten, keine Pedalklaviatur. Registerzüge, Registerbäume und Teile der Tontraktur aus Eiche. Zweiarmige Tasten führen am Ende zu einem am Boden befindlichen Wippenbalken. Von ihm führen senkrechte Abstrakten wieder nach oben zum Wellenbrett an der Rückseite der Orgel. Von dort ist der Zugang zum Windkasten.

Eine Windlade mit diatonischer Pfeifenstellung. Die Balganlage (Keilbalg mit Schöpfer) rechts neben der Orgel.

 

Baugeschichte: Ludwig Cordes war seit 1809 Organist im benachbarten Altkalen, führte im Umkreis Orgelreparaturen aus, baute wahrscheinlich nur diese eine Orgel für Finkenthal. Ob dabei älteres Material Verwendung fand, ist unbekannt, aufgrund des Tastenumfanges aber zu vermuten.

2002 Restaurierung durch Firma Schuke (Potsdam), dabei Rekonstruktion der Disposition. Der Spieltischausschnitt wurde nach oben vergrößert und mit neuem höherem Notenpult versehen. Neue Prospektpfeifen ersetzen die Zinkpfeifen.

 

Manual / C,D-c3, mechanische Schleiflade

Octav 8’                    Holz, C-H gedeckt

Gedact 8’                 Holz

Principal 4’             C,D Holz gedeckt, Dis-f1 Prospekt, fis1-c3 innen, alt

Flöte 4’ gedeckt,   Holz C-H, Metall ab co

Octav 2’                    rekonstruiert 2002

Mixtur 3fach         rekonstruiert 2002