Neukalen, evangelische Stadtkirche

Baumann/Lütkemüller, 1742/1880

II/P/15

 

 

 

Standort: Westempore

 

Spieltisch zentral, frei auskragende Manualklaviaturen, zu beiden Seiten die Registerzüge in vertikaler Doppelreihe.

Hauptwerk und Hinterwerk auf gleicher Höhe, dazwischen seit 1880 die Pedalwindlade.

Drei Keilbälge im Turmraum, nur einer derzeit angeschlossen. Orgel relativ windstößig.

 

Baugeschichte: Eine Inschrift im Mittelturm des Gehäuses gibt die Orgelbauer an: „Anno 1740 Orgel Macher David Baumann me fecit und sein Sohn David Orgel Macher“. Von Baumann ist eine weitere Orgel in Heiligengrabe bei Wittstock erhalten geblieben.

Die Orgel wurde mit ursprünglich zwei Manualen und angehängtem Pedal ohne eigene Register gebaut. 1880 baute Friedrich Hermann Lütkemüller aus Wittstock eine Pedallade mit zwei Registern und disponierte die Manualwerke gering um. 1841 waren bereits die Bälge durch Heinrich Rasche aus Rostock erneuert worden. Die Restaurierung 2003 durch Firma Schuke, Potsdam rekonstruierte die Manualdispositionen auf den Ursprungsstand und beließ das eigenständige Pedal. Manualklaviaturen neu, Wellenrahmen des Hauptwerkes neu.

 

Beschreibung: Drei Keilbälge im Turmraum hinter der Orgel

 

I. Manual / C.D-c3, mechanische Schleiflade

Bordun 16’

Principal 8’ (Prospekt, neu 2003)

Gedect 8’ (ab ho Metall, Holz alt, Metall neu 2003)

Octava 4’

Superoctava 2’

Mixtur 4fach (2003, 7 alte Pfeifen)

 

II. Manual / C.D-c3, mechanische Schleiflade

Gedect 8’

Fl. dous 4’

Quinta 4’

Octava 2’

Sexta 2’

Scharff 2fach (2003)

Vox humana 8’ (ab c1) (2003 neue Stöcke und neue Pfeifen, 8 alte Nüsse erhalten)

Tremulant

 

Pedal / C-c1, mechanische Schleiflade

Subbass 16’

Octavbass 8’

 

Manualkoppel II/I

Pedalkoppel I/P