Mirow bei Schwerin, evangelische Dorfkirche

Johann Heinrich Runge, 1857

I/P/6

 

 

 

Standort: Westempore

 

Baugeschichte: Zu unbekanntem Zeitpunkt wurde die Pedalklaviatur erneuert, die ursprünglich den Umfang C-go hatte, der für Runges Kleinorgeln typisch ist. Im Jahr 2001 wurde das Instrument von der Firma Jehmlich, Dresden, restauriert. Die 1917 abgegebenen Prospektpfeifen wurden rekonstruiert.

 

Beschreibung: Der flache neugotische Prospekt besitzt ein höheres und zwei seitliche spitzbogige Felder. Sie sind gekrönt mit Spitzgiebeln und Fialen. Zwischen den Pfeifenfeldern sind sehr breit angelegte, in Runges Prospekten häufig wiederkehrende nach außen abfallende Zwischenflächen in Form von Stabfeldern. Der Spieltisch ist zentral angelegt, die Klaviatur hat schwarze Untertasten. Zu beiden Seiten die Registerzüge mit schwarzen gedrechselten Manubrien und eingelegten Porzellanschildern. Die Spieltraktur läuft über ein unter der Windlade liegendes Wellenbrett. Windlade aus Eiche mit diatonischer Pfeifenstellung. Ventile aus Eiche mit einem Führungsstift an der Stirnseite. Zugstangen und Schwerter der Registertraktur sind aus Eiche. Unter der Windlade liegt der Einfalten-Magazinbalg mit seitlichem Calcantentritt.

 

Metallpfeifen auf Länge geschnitten.

 

Manual / C-f3, mechanische Schleiflade

Principal 8’

Viola di Gamba 8’

Hohlflöte 8’

Octave 4’

Octave 2’

Mixtur 2fach

 

Pedal / C-d1, fest angehangen